Discgolf

Infos zu Discgolf von Werner Szybalski (LV NRW)

Sehr schnell entstand in der ersten Boomphase des Frisbeesports an der amerikanischen Westküste auch die Individualsportart Discgolf. Mit der Frisbeescheibe wird ein Ziel anvisiert, das grundsätzlich nicht mit dem ersten Wurf erreicht werden kann. Die ersten Ziele waren Bäume, Schilder oder Papierkörbe. Mit der Idee, einen Korb mit Fangketten zu versehen, war Discgolf in der heutigen Form geboren.

Beim Discgolf wird ein Parcours mit sechs bis 24 Bahnen mit möglichst wenigen Würfen  durchspielt. Nach dem Abwurf vom Tee wird immer von der Position weitergespielt, wo die Frisbee gelandet ist. Ziel des Sports ist es, mit möglichst wenigen Würfen alle Bahnen zu absolvieren. Eine Bahn ist beendet, wenn die Wurfscheibe im Korb liegen (beziehungsweise in den Ketten hängen) bleibt.

Um den Parcours bewätigen zu können, verwenden die Discgolfer spezielle Discgolfscheiben, die sich von den Ultimatescheiben durch geringere Größe und unterschiedliche Wurfeigenschaften unterscheiden.  Es gibt Discs, die besonders schnell und weit fliegen können. Diese „Driver“ werden in der Regel am Tee benutzt. Anschließend kommt grundsätzlich die „Midrange“ zum Einsatz. Die Annäherungsscheibe fliegt nicht so schnell und weit, kann dafür aber besser kontrolliert werden. Sie wird verwendet, um in Korbnähe zu landen, damit der finale Wurf, der „Putt“, möglichst zum Erfolg führt. Bei den Finalwürfen kommen „Putter“ zum Einsatz. Diese Frisbees sind am leichtesten zu kontrollieren.

 

Grundsätzliche Spielregeln

1. Alle Spieler werfen nacheinander vom Abwurf ab.

2. Anschließend wirft zunächst derjenige, dessen Scheibe am weitesten vom Zielkorb entfernt liegt. Gespielt wird bis alle ihre Disc im Korb platziert haben.

3. Es wird immer genau von dort weitergespielt, wo die Scheibe liegengeblieben („Lage“) ist. Dies kann  auch eine sehr ungünstige Wurfposition sein. Grundsätzlich kennzeichnen Discgolfer die Lage ihrer Scheibe mit einem „Marker“, der direkt vor die Disc in Richtung Korb positioniert wird. Direkt hinter diesem Marker oder hinter der Frisbee, falls sie nicht zum Wurf benötigt wird und liegen bleibt, muss der Werfer bis zum Loslassen der Scheibe mit einem Körperteil den Boden berühren.

4. Der Spieler mit den wenigsten Würfen auf der vorherigen Bahn beginnt am nächsten Tee. Die weiteren Spieler reihen sich gemäß ihrer vergangenen Wurfanzahl ein.

5. Alle Mitspieler müssen hinter dem werfenden Spieler bleiben.

6. Es darf nur geworfen werden, wenn die Spielbahn frei ist und eine Gefährdung  von Mitspielern, Passanten oder Tieren grundsätzlich ausgeschlossen ist.

7. Beim Discgolf ist darauf zu achten, dass die Natur geschont wird. Bestimmte Bereiche in an den Spielbahnen können zum „Aus“ erklärt werden. Kommt eine Discgolfscheibe in diesen Zonen zum Liegen, wird von außerhalb der Sperrzone, dort, wo die Disc in den Ausbereich flog, weitergespielt. Der Spieler erhält für diesen „Fehlwurf“ einen Strafpunkt.


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